Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross verstehen

Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross, Phase 3-Verhandeln
Leben, Sterben, Tod und Trauer

Sterbephase 3 - Verhandeln

Die ersten zwei Sterbephasen betitelt Kübler-Ross als »Nicht-wahrhaben-wollen« und »Zorn«. Hilft es Sterbenden, Familienmitgliedern, Pflegern und Sterbebegleitern, etwas über die Abläufe zu wissen? Und nutzt es auch Trauernden?

 

Kenntnisse über den Sterbeprozess helfen, besser zu verstehen. Gefühle, Ängste und Symptome erschrecken weniger und die Informationen ermöglichen ein verständnisvolleres Miteinander.

 

Die Phase 3 nennt sie »Verhandeln« und diese lässt darauf schließen, was die Betroffenen durchleben. Diese Phase ist weniger bekannt, aber laut Kübler-Ross sehr hilfreich.

 

Gespräch mit einer Schwerstkranken-Tod verschieben

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Schwerstkranken, die erst die Einschulung ihres Enkelkindes erleben wollte und die Ärzte so lange hinhielt. 

 

Es war aber so, dass sie danach andere ihr wichtige Anlässe als Grund angab, um die erschütternde Wahrheit über den bevorstehenden Tod, weit wegzuschieben. 

 

Sie verhandelte neu und verschaffte sich somit Zeit für medizinische Notwendigkeiten.

 

Katastrophe und Verhandeln

Als Jugendliche hatte ich eine Eintragung ins »Muttiheft« bekommen. Ich wurde darin getadelt und das zum wiederholten Mal. 

 

Meine Eltern reagierten darauf mit Stubenarrest, was hieß, dass ich ein paar Tage abends nicht mit meinen Freunden um die Häuser ziehen durfte. 

 

Das war eine Katastrophe und so versuchte ich zu verhandeln. Ich bot an, ihre Schuhe zu putzen, was mein Vater sofort durchschaute. Ich kam mit allen möglichen Erklärungen, die mein Verhalten rechtfertigen und Versprechungen, die die Strafe minimieren sollten.

 

Auch ich hatte entsprechend der 3. Sterbephase verhandelt.

 

Lieber Gott-beten hilft

Ich kann mir gut vorstellen, dass man verspricht: »Wenn ich das tue, dann darf oder passiert dafür das.« Doch wohin trägt man seinen Willen? Wer erhört einen wirklich? 

 

Ich glaube, dass man sich gerade in lebensbedrohlichen Momenten mit seinen Wünschen an Gott wendet. Das geben wahrscheinlich wenige zu, aber wenn wir allein sind, werden wir ihn anflehen, damit er uns diese Gnadenfrist gewährt. 

 

Beten kann helfen, und ob wir uns nun an Gott wenden oder an jemand anders, spielt keine Rolle, Hauptsache es hilft.

 

Todkranke verhandeln

Und worum verhandelt ein Todkranker?

Er möchte länger leben.

Er möchte weniger Schmerzen und Leiden.

 

Meine verstorbene Freundin war der Meinung, dass sie nur gesünder leben muss, dass sie meditieren und an Übernatürliches zu glauben braucht, dann wird alles gut. 

 

Sie war in ihren Augen »nur« krank und das konnte sie ändern. 

Sie klammerte sich an ihre Selbstheilungskräfte und mobilisierte sich bis wenige Stunden vor ihrem Tod.

 

Sie hat mit sich einen Pakt geschlossen: Ich tue alles in meiner Macht stehende, dafür bekomme ich meine Gesundheit zurück. 

 

Ihr hat es geholfen, weiter zu leben, auch wenn das Umfeld damit Probleme hatte. 

 

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Sterbephasen, Phase 4 - Depression

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass die Sterbephasen sehr individuell verlaufen. Der gesamte Sterbeprozess kann Minuten bis Jahre dauern, Phasen werden übersprungen, andere wiederholt.

 

In der nächsten Woche geht es um Phase 4. Sie wird von der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross »Depression« genannt.

 

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Sterbephase 1 - Nicht-wahrhaben-wollen

Klicken Sie hier: Sterbephase 1

 

Sterbephase 2 - Zorn

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Auf YouTube zum Hören. 

Sterbephase 1 - Nicht-wahrhaben-wollen.

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Sterbephase 2 - Zorn

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Sterbephase 3 - Verhandeln

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