Kübler-Ross - Sterbephasen

Sterbephase 5 - Zustimmung

Die ersten vier Sterbephasen nennt sie: »Nicht-wahrhaben-wollen«, »Zorn«, »Verhandeln« und »Depression«.

 

Ich finde die Informationen hilfreich, um sowohl Schwerstkranke als auch den eigenen Sterbeprozess besser zu verstehen.

 

1969 erschienen ihre Thesen in der Originalausgabe und 1971 folgte mit der deutschen Übersetzung beim Kreuz-Verlag das Buch »Interviews mit Sterbenden«; dem gingen jahrelange Studien voraus. 

 

Sterbebegleitung - Ängste und Irritationen abbauen

Kritiker meinen, dass ihre Auslegungen längst überholt seien, aber können sie das überhaupt innerhalb einer verhältnismäßig geringen Zeitspanne? 

 

Was ist dann mit der Bibel oder mit anderer Literatur, die noch älter ist? 

 

Professor Dr.med.Dr.h.c. Christoph Student, Palliativmediziner und Psychotherapeut sagt, das ihre Erklärungen als Orientierungsgrundlage dienen sollen, Ängste minimiert, und nicht als Vorschrift gedacht seien. 

 

Es ist wie bei allem im Leben, man kann Dinge verstehen und auslegen, wie man möchte. 

 

Es hilft also auch hier nur eins, prüfen und eigene Erfahrungen sammeln.

 

Ich hätte mir gewünscht, schon früher dieses Wissen gehabt zu haben. Es wären mir viele Irritationen und Ängste bei der Sterbebegleitung meiner Oma und meiner Freundin erspart geblieben.

 

Im Nachhinein kann ich sagen, dass vieles tatsächlich so gewesen ist, wie es Frau Kübler-Ross auch wahrgenommen hat. 

 

5. Sterbephase - Zustimmung

Die 5. Sterbephase nennt sich »Zustimmung« und ihr geht ein enormer Prozess vorweg. 

 

In dieser Phase kämpfen vor allem die Angehörigen. 

 

Denn die Hoffnung stirbt zuletzt und die meisten Menschen wollen ihren liebsten Menschen festhalten. 

 

Das wiederum beschert unnötiges Leid. 

 

Es kann sein, dass der Kranke dem anderen zuliebe versucht stark zu sein. 

 

Es kann sein, dass er sich auf Dinge wie Operationen einlässt, die er als unnütz empfindet und die deshalb in ihm schwere innere Kämpfe auslösen. 

 

Oder er kann nicht sterben. Er findet keine Ruhe und bemüht sich krampfhaft weiterzuleben. 

 

Am besten ist es, den Kranken zu fragen, was er möchte und es auch zu akzeptieren.

 

Hoffnung

In der 5. Phase ist es wichtig, zu begreifen, dass jetzt das Abschiednehmen angesagt ist. 

 

Frau Kübler Ross erklärt, dass es den Patienten am besten geht, denen man Mut macht, die ihren Zorn ausdrücken dürfen, denen man gestattet zu weinen, die ihre Ängste und Fantasien loswerden und wenn jemand still bei ihnen sitzt und zuhört.

 

Es ist eine ungeheure Aufgabe, die Phase der Zustimmung zu erreichen, die dann zur Auflösung überleitet, in der eine gegenseitige Kommunikation unmöglich wird.

 

Tief berührt hat mich in der Begleitung, dass die Kranken ihre Hoffnung nicht aufgegeben haben. Jedenfalls nicht bis kurz vor ihrem Tod. 

 

Über die Hoffnung und das damit verbundene Ertragen des Sterbeprozesses berichte ich nächste Woche.

 

Es ist mir aber auch in diesem Beitrag wichtig zu erwähnen, dass die Sterbephasen sehr individuell verlaufen. Der gesamte Sterbeprozess kann Minuten bis Jahre dauern, Phasen werden übersprungen, andere wiederholt.

 

Anderen Beitrag lesen.

Sterbephase 1 - Nicht-wahrhaben-wollen

Klicken Sie hier: Sterbephase 1

 

Sterbephase 2 - Zorn

Klicken Sie hier: Sterbephase 2

 

Sterbephase 3 - Verhandeln

Klicken Sie hier: Sterbephase 3

 

Sterbephase 4 - Depression

Klicken Sie hier: Sterbephase 4

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Auf YouTube zum Hören. 

Sterbephase 1 - Nicht-wahrhaben-wollen.

Klicken Sie hier: Sterbephase 1

 

Sterbephase 2 - Zorn

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Sterbephase 3 - Verhandeln

Klicken Sie hier: Sterbephase 3

 

Sterbephase 4 - Depression

Klicken Sie hier: Sterbephase 4

 

Sterbephase 5 - Zustimmung

Klicken Sie hier: Sterbephase 5

 

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