Hoffnung im Sterben und in der Trauer

»Der Hoffnungsschimmer hilft über Tage, Wochen und Monate des Leidens hinweg.«

aus Interviews mit Sterbenden von Elisabeth Kübler-Ross *

 

Ein Mensch erhält seine tödliche Diagnose ... 

 

Später kommt er an einen Punkt, an dem er unzählige Argumente für Dinge findet, die er nur zu tun braucht, damit letztendlich doch noch alles gut wird. 

 

Jede Therapie lässt er über sich ergehen, Medikamente versprechen Hilfe und jeder Strohhalm kommt gerade recht ... und er, er hofft.

 

Das ist gut so, denn ohne diese Erwartungshaltung, hätte er längst aufgegeben. 

 

Er wird getragen von einem Zustand des Vertrauens, er glaubt an Heilung.

 

Meine Freundin Ramona hätte die ganzen Prozeduren, die ihr die Krebskrankheit aufzwang, nicht ertragen.

 

Sie wäre regelrecht durchgedreht, wenn sie pessimistisch gelebt hätte. 

 

Sie brauchte ihre Hoffnungsschimmer im Sterben und in der Trauer, um alles, was sie loslassen muss.

 

Bachblüten, Körper, Geist und Seele helfen, Sylvana Pollehn
Bachblüten, Körper, Geist und Seele helfen, Sylvana Pollehn

Welche Folgen hat es, wenn wir einen Kranken aufgeben?

Die Ärztin Elisabeth Kübler-Ross meint: »Wir dürfen überhaupt niemals einen Patienten »aufgeben«, sei er nun todkrank oder nicht. Gerade derjenige, dem man medizinisch nicht mehr helfen kann, braucht mindestens so viel Aufmerksamkeit wie ein anderer, der auf seine Entlassung nach Hause wartet.« ** 

 

Sie sagt auch, dass sich der Schwerstkranke wahrscheinlich selbst aufgeben wird, wenn wir es tun.

 

Damit würden für den Patienten auch eventuelle Chancen auf neue medizinische Fortschritte zu spät kommen.

 

Bei meiner Freundin war es so, dass sie jeden von sich fernhielt, der sie nicht unterstützte.

 

Sie hatte die Kraft, ihrem Umfeld zu verstehen zu geben, was sie brauchte. 

 

Es war Zuversicht. 

 

Sie ließ nur noch die Personen an sich ran, die ihren Lebensweg positiv begleiteten.

Die, die sie träumen ließen und sie dadurch stärkten. 

 

Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Menschen bei aussichtsloser Heilung, fallen zu lassen. Nach dem Motto: Ihm ist ja doch nicht mehr zu helfen.

 

Wie geht man mit Kranken um?

Ich bin davon überzeugt, dass es besser ist, einen Sterbenden nicht allein als diesen zu sehen.

 

Der Mensch ist krank, schwerstkrank, aber er lebt und genauso werde ich ihn behandeln.

 

Und wie geht man mit Kranken um?

 

Man unterstützt sie, tröstet sie, hält ihre Hand, gibt Zuspruch, verwöhnt sie ein wenig und schenk viel Liebe ... und mehr Zeit. 

 

Man ist aufmerksamer, voll Mitgefühl und hält sich einmal mehr zurück.

 

Wenn ich sterben muss, möchte ich, dass man mich so behandelt. 

 

Ich möchte, dass man mich stützt, mir die Hoffnung lässt und meine wirren Gedanken und Worte erträgt. 

 

Sternenkind: Warum musstest du gehen?

Es tut enorm weh, wenn man einen lieben Menschen verliert. Bisher habe ich über Personen gesprochen, die schon etliche Jahre leben durften.

 

Was aber ist mit unseren Allerjüngsten, den Sternenkindern?

 

Viele haben das Licht der Welt nie erblickt und dennoch ist der Schmerz von Mama, Papa, den Geschwistern, Großeltern und Angehörigen riesengroß.

 

Ab nächsten Sonntag begleiten wir unsere Sternenkinder und ihre Familien. 

 

Ich möchte Ihnen erzählen, was sich in den letzten Jahren Positives getan hat und was man tun kann, wenn man selbst betroffen ist.

 

*S.164, 5. Auflage 2013

** Interviews mit Sterbenden von Elisabeth Kübler-Ross, 5. Auflage 2013, S. 165 

 


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